Decken sich die Qualifikationsempfehlungen des Expertenstandards Pflege von Menschen mit chronischen Wunden und den Inhalten der AWM Fortbildung?

Decken sich die Qualifikationsempfehlungen des Expertenstandards Pflege von Menschen mit chronischen Wunden und den Inhalten der AWM Fortbildung?

Anerkennung der Fortbildung - „Geprüfte(r) Wundberater(in) AWM ®“ zertifiziert von der Deutschen Dermatologischen Akademie DDA als pflegerische/r Fachexperte im Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

 

nach wie vor herrscht bei Pflegekräften und Krankenkassen Unklarheit darüber, welche Fort-bildungen - speziell nach Expertenstandard - anerkannt werden.

Hierzu eine objektive Kommentierung des Expertenstandards "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden"

„Auch wenn sich der Expertenstandard an Pflegefachkräfte richtet, sollte jede Einrich-tung über eine fachspezifische weitergebildete Pflegefachkraft und eine Vertretung für urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle verfügen, die von der Pflegefachkraft an-lassbezogen hinzugezogen wird. Der pflegerische Fachexperte kann sowohl Mitarbei-ter der Einrichtung sein, als auch von extern hinzugezogen werden.“

„Die Expertenarbeitsgruppe hat in Anlehnung an das Berufsbild von Pflegeexperten in der Schweiz eine Beschreibung der erforderlichen Kompetenzen zusammengestellt, über die ein pflegerischer Fachexperte mit der fachlichen Ausrichtung "chronische Wunden" verfügen sollte. Der pflegerische Fachexperte pflegt, berät, begutachtet, un-terrichtet, kooperiert und koordiniert mit dem Ziel, die Pflege von Menschen mit chro-nischen Wunden zu optimieren. Er hat sich im Rahmen von Fort- und Weiterbildung für diese Aufgabe qualifiziert. Die reflektierte Erfahrung im Umgang mit Betroffenen ist Bestandteil seiner Expertise".
Quelle: S1b ab Seite 23 im DNQP Werk – 1. Aktualisierung einschließlich Kommentierung und Literatur-studie 2015

Sie pflegt beispielhaft und verfügt im Einzelnen über folgende Kompetenzen:
Diese 11 Punkte für die unterschiedlichen Kompetenzen wurden vom Original im Anhang aus dem Expertenstandard zum Nachlesen herauskopiert.

Alle aufgeführten Punkte werden in Heidenheim an der Akademie für Wundmanagement zum „Geprüfte(r) Wundberater(in) AWM ®“ zertifiziert von der Deutschen Dermatologischen Akademie DDA geschult.
Die gesamte Wissensvermittlung gliedert sich hierbei
- in das 6 tägige Basisseminar,sowie
- ein 2 tägiges Aufbauseminar zum Erhalt der DDA-Zertifizierung

Die Teilnahme am 2-tägigen Fresh up Seminar - Moderne Wundbehandlung ist freiwillig und unabhängig von der DDA-Zertifizierung, dient somit nur der persönlichen Fort- / Weiterbil-dung.

In so fern erfüllt die AWM die Anforderungen an den Expertenstandard "Pflege von Men-schen mit chronischen Wunden" - vor allem unter dem Aspekt, dass im letzten Absatz auf Seite 24 folgende Aussagen stehen:

„Angesichts der großen Bandbreite von Bildungsangeboten zum Thema "Wunde" sollte bei der Auswahl von Fort-und Weiterbildungsveranstaltungen darauf geachtet werden, dass sie von einer nationalen (wundbezogenen) Fachgesellschaft, z.B. DGfW e.V., ICW e.V. FgSKW e.V. oder internationalen Organisationen, z. B. ÖGVP, SafW, EWMA, anerkannt wurden und oben dargestellte Kompetenzen vermitteln".
Quelle: S1b ab Seite 24 im DNQP Werk - 1. Aktualisierung einschließlich Kommentierung und Literatur-studie 2015

Der Expertenstandard wird bereits durch den Gemeinsamen Bundesaus-schuss (G-BA) mit Sitz in Berlin auf den Prüfstand gestellt und das erzielte Ergebnis ist dann über die Publizierung im Bundesanzeiger verbindlich. Der Gemeinsame Bundesaus-schuss ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er be-stimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70 Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medi-zinischen Versorgung von der GKV erstattet werden. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Ge-sundheitswesens.

 

Stand:01/2016